Siegerentwurf

»Architects for Aid« · Logoentwurf einer Hilfsorganisation · 1. Preis

Architekten als Entwicklungshelfer: Der verheerende Tsunami an Weihnachten 2004 gab den Anstoß. Speziell ausgebildete Architekten sollen nach Katastrophen Erste Hilfe beim Aufbau leisten. Die Geburtsstunde der Organisation »Architects for Aid«.

  • Anordnung gerader Elemente Anordnung gerader Elemente
  • Zum Kopieren und Faxen geeignet Zum Kopieren und Faxen geeignet
  • Als Schablone verwendbar Als Schablone verwendbar
  • Zum Stempeln geeignet Zum Stempeln geeignet
  • Einprägsame Gestaltung Einprägsame Gestaltung
  • Ästhetisches Erscheinungsbild Ästhetisches Erscheinungsbild
  • Logo Architects for Aid Logo Architects for Aid
  • Lord Fosters GratulationLord Fosters Gratulation

Design a logo

›Architects for Aid is asking BD readers to design it a logo. It may include the full name or the abbreviation A4A. The logo should be presented alone as well as with the full name. Put your idea on a sheet A4 with your name and address on the reverse. Email entries or post to Architects for Aid, 10 Bonhill Street, London, EC2A 4QJ. Deadline is 30 September. Pize is a bundle of architecture books from Lawrence King Publishing.

Foster and Pringle sign to aid charity

›Norman Foster and new RIBA president Jack Pringle have signed up as founding trustees of a new charity aimed at sending architects into disaster areas to help with relief efforts.

The charity, Architects for Aid, will arrange training for volunteer architects who would then be attached to aid agencies and funded by themselves or the charity. Training will centre on healthcare, safety, cultural sensivity and emergency tropical architectural skills.

Architect and broadcaster Max Hutchinson vowed to establish the charity after being caught up in the Boxing Day tsunami in Sri Lanka and following criticism that architects‘ response to the disaster was too slow, leaving the creation of new settlements to professionals without design training.

»All too often engineers are called upon to establish settlements when they would welcome the hand of well-trained architects«, Hutchinson said.
Architects for Aid is planning an accredited course in association with an architecture school.‹

Building Design. 2. September 2005, Heft 1688, Seite 3

Das Schlüsselerlebnis

Die Wasserwalze vernichtet alles, was sich ihr in den Weg stellt. In Küstennähe rollt sie über Boote, Häuser, Straßen, Brücken und Bäume hinweg. Zurück bleibt eine schlammige Wüste. Es ist der zweite Weihnachtstag 2004. Die Tsunamis fordern 300 000 Menschenleben. Betroffen sind zahlreiche Regionen entlang des Indischen Ozeans.

Der ehemalige Präsident des renommierten Royal Institute of British Architects (RIBA), Maxwell Hutchinson, wird Augenzeuge dieser Verwüstungen apokalyptischen Ausmaßes. Er sieht, welch' wichtige Rolle speziell ausgebildete Architekten beim Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur spielen können. Denn nun fehlt es besonders an dem, was die Kernaufgabe des Bauwesens ist: dem Schutz gegen die Unbilden der Witterung. Notunterkünfte müssen schnell errichtet und Häuser wiederaufgebaut werden. Ebenso müssen zukünftige Naturkatastrophen ihren Weg in die Planungen finden.

Als er nach London zurückkehrt, gründet Hutchinson die gemeinnützige Hilfsorganisation »Architects for Aid«. Zur Gestaltung eines Logos ruft sie einen Wettbewerb aus, der auch in einem Wochenmagazin für Architekten erscheint.

Die Idee

Mangel an technischer Ausstattung, hohe Analphabetenquote, zusammengebrochene Infrastruktur: Ein Logo für Organisationen, die in Entwicklungs- Schwellenländern und Katastrophengebieten tätig sind, muss einfach sein. Noch einfacher als dies ohnehin für starke Bildmarken gilt. Denn Helfer müssen Kisten und Container, Fahr- und Werkzeuge, Kleidung und Dokumente schnell, eindeutig und dauerhaft kennzeichnen. Dazu nutzen sie Stempel und Schablonen, Aufkleber oder wasserfeste Stifte. In extremen Notsitutationen müssen mitunter Baumstämme oder Äste genügen, um Hilfe aus der Luft anzufordern.

Somit bestand das Entwurfskonzept aus der bestmöglichen Umsetzung der Prinzipien:

  • Einfachheit
  • Reproduzierbarkeit
  • Einprägsamkeit

Die Gestaltung

»Architects for Aid« wird im Englischen kurz zu »A4A«. Die Ähnlichkeit von »A« und »4« dienten als Leitmotiv für den Entwurf. Das fertige Logo erinnert an abstrakte Zeltstädte und Satteldächer. Der rote Farbakzent nimmt Bezug auf international bekannte Hilfsorganisationen wie das »Rote Kreuz« oder »Ärzte ohne Grenzen«.

Das Juryurteil

Die Jury verleiht Stefan Unnewehr den 1. Preis für seinen Entwurf im Jahr 2005.

Im Jahr 2008 allerdings benennt sich »Architects for Aid« in »Article 25« aus zwei Gründen um. Man wollte alle Disziplinen des Bauwesens einschließen und die Menschrechte als Grundlage der Organisation stärker hervorheben.

 

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